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Schrumpfen

Ich wünschte, ich könnte zeichnen. Also, so richtig gut, dass man erkennt, was es sein soll. Um diese Schönheit zu zeichnen, eine liegende, blasse Figur, zarte, hell sommersprossige Haut - ohne zu großen Kontrast, das helle Orange der Haare, lang und lockig, natürlich, und dazu wiesengrüne, frische, aufgeweckte Augen voller Zärtlichkeit, sprühend vor Charme und mit blitzendem, hintergründigem Schalk. Trotzdem eine sehr unschuldige, reine Gestalt, ohne Hintergrund, nur auf Weiß, vollschlank natürlich, wobei ich fürchte, schlank bedeutet dünn, und das bedeutet, nicht ich. Denn ich würde sie für mich zeichnen, aber um jemand anderes' Gedankenspiel zu illustrieren und mir vor Augen zu führen.. Schokobraun mit leichtem Rotstich von früheren Färbungen, gepaart mit nahezu Schwarz und wie ein Schwarzwälder Schinken zwar schlank, aber mit leichtem Speckrand, der manchmal auch üppiger ausfällt - so habe ich gelernt mich zu akzeptieren, aber nun kommt die Sehnsucht wieder. Die Sehnsucht, mich über mein Äußeres zu reflektieren und Zustimmung zu erhalten, normal zu sein, in der Masse unterzugehen und nur genau an den richtigen, wichtigen Punkten herauszustechen, über meine Eigenheiten. Tragen zu können, was mir beliebt. Einfach wieder leicht und frei zu sein, denn das ist einfacher, als normal schwer zu sein und sich frei zu fühlen. Ich liebe meinen Körper nicht. Ich schlafe zu wenig, verzapfe zu viel und bin viel zu gern unterwegs, um innezuhalten und mich auf Energiereserven zu konzentrieren. Was soll das auch? Jetzt bade ich aus, was ich damit angerichtet habe, aber ich sehe es nicht ein. Nicht ansatzweise.
12.7.14 00:28
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Wer auch immer es war -zu müde (12.7.14 01:34)


Zu gut beschrieben für diese... "nachtschlafende"...
...Stunde . . .


Andreas / Website (14.7.14 08:36)
Du stichst heraus, in vielen Dingen. Und wenn du dich so siehst bist du auch für uns andere auf diese Art sichtbar. Ich glaube niemand ist mit seinem Körper zufrieden, ich am allerwenigsten. Und jeder glaubt er habe einen guten Grund dafür. Wenn ich zeichnen könnte und dich zeichnen würde wärest du wunderschön und frei. So wie du dich träumst würde ich dich auch träumen, auf meine Art. Ich mag den Gedanken. Liebe Grüße!

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